Warum stellen wir uns diese Frage immer noch?
Optische Transceiver von Drittanbietern sind auf dem polnischen Markt bereits seit über einem Jahrzehnt verfügbar, aber erst die letzten Jahre haben zu ihrer starken Verbreitung geführt. Frühere Bedenken bei der Wahl solcher Lösungen hingen unter anderem damit zusammen, dass führende Hersteller von Netzwerkausrüstung häufig die Garantieunterstützung verweigerten, wenn in ihren Geräten sogenannte kompatible bzw. nicht originale Module eingesetzt wurden. Heute ist der Anwender deutlich informierter und der Umgang der Hersteller mit diesem Thema hat sich verändert. Wir wissen, dass wir beim Einsatz von Modulen eines anderen Herstellers in Geräten eines OEM-Herstellers die Garantie nicht verlieren. Wenn ein Netzwerkgerät – z. B. Switch, Router, Medienkonverter – defekt ist, ist der Verkäufer verpflichtet, die Garantiebestimmungen gemäß den geltenden Verbraucherschutzgesetzen zu erfüllen. Diese verbieten es dem Hersteller, die Garantieunterstützung ausschließlich aufgrund der Nutzung nicht genehmigter Hardware zu verweigern, es sei denn, es lässt sich nachweisen, dass der Schaden durch diese Hardware verursacht wurde (in diesem Fall durch den optischen Transceiver). Zum Glück beginnt sich die Haltung der OEM-Hersteller zur Garantieunterstützung langsam zu ändern und der Markt öffnet sich zunehmend für Third-Party-Module.

Ein weiterer und nach wie vor aktueller Grund für die Zurückhaltung beim Einsatz von optischen Transceivern von Drittanbietern ist die Unsicherheit bezüglich ihrer Kompatibilität mit den Geräten eines bestimmten Herstellers aktiver Komponenten. Hersteller blockieren oftmals den Einsatz von Third-Party-Transceivern, indem sie die Firmware ihrer Geräte fortlaufend anpassen und aktualisieren, sodass offiziell nur noch ihre eigenen optischen Transceiver unterstützt werden. Weitere Aspekte rund um die Kompatibilität von Third-Party-Transceivern mit OEM-Geräten folgen in einem separaten Artikel.
Einer der Hauptgründe für die Verweigerung der Garantieunterstützung durch OEM-Hersteller bei Geräten, in denen sogenannte Third-Party-Module eingesetzt werden, sowie für das aktive Blockieren der Nutzung solcher Module durch OEM-Hersteller ist der Wunsch, die Umsätze aus dem Verkauf eigener optischer Module zu schützen.
Müssen wir, um diese Probleme zu vermeiden, zwangsläufig teure Original-Transceiver kaufen?
Die Antwort lautet: NEIN. Es reicht aus, hochwertige, erprobte optische Transceiver mit technischen Parametern analog zum Original und in Übereinstimmung mit den geltenden Standards einzusetzen. Optische Transceiver sollten nach der MSA-Spezifikation (Multi-Source Agreement) gefertigt sein, gute optische Parameter, Sendeleistung TX, Empfindlichkeit des Empfängers RX sowie denselben Leistungsbudget-Wert wie das Originalmodul besitzen und zudem mit einer leistungsfähigen Sende- und Empfangsdiode ausgestattet sein.
Schauen wir uns nun die physische Ausführung eines Transceivers und seine Qualität etwas genauer an.

Ein sehr wichtiger Aspekt für die Beurteilung der Qualität von optischen Transceivern ist die Sauberkeit der Anschlüsse. Die meisten Hersteller von Third-Party-Modulen reinigen lediglich die Stirnfläche der Empfangsdiode, aber nicht die Stirnfläche des Lasers. Das führt zu einer Qualitätsminderung, da jede Verschmutzung im optischen Pfad die Performance des Moduls deutlich beeinträchtigt.


Ein weiterer wichtiger Bestandteil, auf den man achten sollte, ist der Isolator – bzw. überhaupt seine Existenz –, denn einige Hersteller von Third-Party-Modulen sparen an den Produktionskosten und fertigen optische Transceiver ohne Isolator. Der Isolator sitzt zwischen Sender und Faserstirnfläche (im Tx-Pfad), damit das an der Faserstirnfläche reflektierte Licht und Rückstreuungen den Sender nicht stören. Die Anwesenheit eines Isolators erhöht die Übertragungsqualität, indem fehlerhaft übertragene Frames reduziert werden. Das Licht wird nicht nur an der Kupplung gestreut, sondern zusätzlich an Mikrorissen der Diode; infolge dieser Streuung gelangt reflektiertes Licht zurück zum Sender und stört den Laserbetrieb. Dies ist insbesondere auf kurzen Übertragungsstrecken von Bedeutung.
Wie wichtig der Isolator ist, zeigen die nachfolgenden Messergebnisse eines Übertragungstests mit einem VIAVI MST 5800-100G. Der BERT-Test (JUMBO-Frame 9600) dauerte einen Tag und bestand darin, die Module mittels physischer Schleife zu verbinden (jedes Modul einzeln im gleichen Port), wobei während der gesamten Messdauer derselbe Patch cord verwendet wurde.

Die Reproduzierbarkeit der PCB-Layouts steht in direktem Zusammenhang mit der Erreichung einer stabilen Kompatibilität des optischen Moduls mit dem aktiven Gerät, in dem es installiert ist. Leider kommt es häufig vor, dass Hersteller optischer Module Änderungen an den PCB-Designs nicht im Blick behalten und dadurch Module mit nicht reproduzierbarer PCB-Architektur liefern. Fehlt diese Reproduzierbarkeit, kann es dazu kommen, dass ein optischer Transceiver in einem Gerät einmal problemlos erkannt wird und einwandfrei arbeitet, ein anderes Mal jedoch falsch erkannt oder überhaupt nicht gesehen wird.

Auch die Qualität der Pins auf der PCB-Platine lässt oft zu wünschen übrig. Minderwertige Pins nutzen sich beim wiederholten Ein- und Ausstecken von optischen Transceivern im Netzwerkgerät stark ab, obwohl sie laut MSA-Standard 250 Steckzyklen in den Port eines aktiven Geräts aushalten sollten.
Optische Parameter sind jedoch nicht alles. In optischen Modulen ist auch der Typ der Sende- und Empfangsdiode sehr wichtig.
Sendediode in multimode Transceivern:
- LED (light-emitting diode),
- VCSEL (vertical cavity surface-emitting laser).
Sendediode in single-mode Transceivern:
- FP (Fabry-Perot),
- DFB (distributed feedback),
- DML (directly modulated lasers),
- EML (electroabsorption modulated laser).
Die Unterschiede zwischen den Sendedioden werden beeinflusst durch:
- das verwendete Halbleitermaterial,
- das Vorhandensein eines Quarzoszillators vor der Diode (zur Stabilisierung der Schwingungsfrequenz),
- Ausgangsleistung,
- Richtwirkung,
- den Koeffizienten der chromatischen Dispersion (Impulsverbreiterung).
Typen von Empfangsdioden:
APD (avalanche photodiode)
- sehr hochempfindlicher Lichtdetektor,
- die Anzahl der Photonen, die zur Erzeugung eines Signals mit zufriedenstellendem Bitfehlerratenwert BER (BER = Verhältnis der Anzahl der Fehler zur Anzahl der übertragenen Bits) erforderlich ist, ist deutlich geringer als bei PIN, wodurch APD empfindlicher ist,
- wird auf längeren Distanzen eingesetzt,
- teurer (etwa viermal teurer als PIN).
PIN (positive intrinsic negative photodiode)
- kann nicht „überbelichtet“ werden,
- wird auf kurzen Distanzen eingesetzt,
- kostengünstiger.

Beispiele:
Ein SFP+ 10G CWDM-Modul (1270–1390 nm) 23 dB mit DFB-Sender und APD-Empfänger ermöglicht eine maximale Distanz von bis zu 60 km, während ein analoges optisches Modul mit PIN-Empfänger, d. h. ein SFP+ 10G CWDM-Modul (1270–1390 nm) 23 dB mit DFB-Sender und PIN-Empfänger, eine maximale Distanz von bis zu 30 km ermöglicht.
Ein optischer QSFP+ 100G ER 1550 nm mit EML-Sender und APD-Empfänger ermöglicht eine Distanz von 40 km, während ein analoges Modul mit PIN-Empfänger, d. h. QSFP+ 100G ER 1550 nm mit EML-Sender und PIN-Empfänger, nur die halbe Distanz, also 20 km, ermöglicht.
Beim Einsatz minderwertiger Third-Party-Transceiver treten wesentliche Probleme auf, insbesondere ihre übermäßige Erwärmung. Netzwerkgeräte sind in Racks in der Regel sehr dicht bestückt, was Probleme bei der Wärmeabfuhr begünstigt und eine effiziente, gut kalibrierte Belüftung erfordert. Allen Beteiligten liegt eine optimale Nutzung des verfügbaren – und häufig teuren – Platzes in Racks und Serverräumen am Herzen, für den man oftmals bezahlt, etwa bei Colocation bei anderen Carriern, in Data-Centern oder an Internet Exchange Points. In solchen Situationen kann das Überhitzen von minderwertigen Modulen, das zusätzlich zu Neustarts oder Abstürzen des Geräts führen kann, in dem sie installiert sind, äußerst ärgerlich und kostspielig sein.
Wir kennen nun die wichtigsten Probleme beim Einsatz von optischen Transceivern von Drittanbietern – sie gelten jedoch nicht für alle Third-Party-Module. Auf dem Markt gibt es auch sehr hochwertige optische Transceiver, deren Qualität, Zuverlässigkeit und Kompatibilität auf einem sehr hohen Niveau liegen und deren Komponenten oftmals aus denselben Fertigungsstätten stammen, in denen sich auch OEM-Hersteller bedienen.
Bezogen auf die eingangs gestellte Frage lässt sich klar sagen, dass sich der Einsatz von kompatiblen optischen Transceivern lohnt – vorausgesetzt, sie sind von guter Qualität. Nur dann helfen sie, die Kosten wirklich zu senken.
Wie erkennt und findet man hochwertige optische Transceiver im Dschungel der verfügbaren Online-Angebote?
Die Flut an Angeboten ist die Herausforderung unserer Zeit. Deshalb ist es oft schwierig, ein gutes, vertrauenswürdiges Produkt zu finden, das nicht nur preislich attraktiv ist, sondern auch als Ersatzmodul kompatibel ist und stabil arbeitet. Muss ich also selbst Folgendes prüfen: die Einhaltung der MSA-Spezifikationen bei optischen Transceivern von Drittanbietern, die Sauberkeit der Dioden- und Laserflächen, die Reproduzierbarkeit der PCB-Layouts, die Qualität der Pins und mich zusätzlich mit Lasertechnologie beschäftigen – von der Kompatibleitsproblematik ganz zu schweigen? Die Antwort lautet: nicht unbedingt. Es genügt, sich für Lösungen zu entscheiden, die vom Distributor bereits umfassend geprüft wurden und bei denen dieser zugleich Pre-Sales- und After-Sales-Support bietet.
Bei der Auswahl eines bestimmten Produkts – in diesem Fall eines optischen Transceivers von Drittanbietern – analysierst du in der Regel Kriterien wie: Preis, schnelle Lieferung, Garantie, Zuverlässigkeit, Transportkosten, Sicherheit des Einkaufs.
Bei Fibermarkt liefern wir seit 10 Jahren optische Transceiver und verfügen über lokale Lagerbestände in Polen. Wir setzen auf die Marke LightOptics, die Module mit breiter Kompatibilität zu einem niedrigen Preis anbietet, welche sich hervorragend als Ersatz für OEM-Transceiver eignen. Wie andere Third-Party-Module werden sie in Fernost produziert, doch wir bei Fibermarkt entwickeln ihre Kompatibilität kontinuierlich weiter und arbeiten daran, sie an die sich verändernde Geräte- und Firmwarelandschaft am Markt anzupassen. Bevor die Geräte in den Verkauf gehen, unterziehen unsere Ingenieure sie strengen Tests und Analysen (Prüfung der Sauberkeit der Stirnflächen von Diode und Laser, Reproduzierbarkeit der PCB-Layouts, Belastungstests usw.). Sie testen zudem die Möglichkeiten für Konfigurationsänderungen, die erforderlich sind, um optische Transceiver an unterschiedliche Netzgeräte anzupassen.
Unsere 10-jährige Erfahrung ermöglicht es uns, unsere Kunden bei Auswahl und Implementierung der Lösungen im Rahmen eines technischen Pre-Sales- und After-Sales-Supports zu unterstützen.

LightOptics steht für hochwertige Transceiver, die mit Geräten der meisten führenden Hersteller von Netzwerk- und Telekommunikationsausrüstung zusammenarbeiten. Die optischen Transceiver werden gemäß der MSA-Spezifikation (Multi-Source Agreement) gefertigt und erfüllen alle elektrischen und elektromagnetischen Anforderungen. LightOptics-Transceiver verfügen über eine volle Garantie und unterstützen DDM (Digital Diagnostic Monitoring), wodurch sich die wichtigsten Betriebsparameter des Moduls überwachen lassen, wie: optische Sendeleistung, optische Empfangsleistung, Betriebstemperatur.
Unsere Module werden unter anderem von ISPs, Telekommunikationsunternehmen, Integratoren, Administratoren und Installationsbetrieben eingesetzt.
Das Portfolio der LightOptics-Transceiver umfasst:
Technologien:
Duplex, Simplex (WDM/BIDI), CWDM, DWDM, Cooper
Datenraten:
1,25 Gbs, 10 Gbs, 40 Gbs, 100 Gbs
Schnittstellentypen:
SFP, SFP+, XFP, QSFP, QSFP28, DAC
Kompatibilität:
Unsere optischen Transceiver arbeiten mit Geräten der meisten führenden Hersteller von Netzwerk- und Telekommunikationsausrüstung zusammen.
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