Ein optischer Transceiver ist ein integrierter Schaltkreis, der Daten unabhängig voneinander in beide Richtungen sendet und empfängt. Das Gerät kombiniert Sender und Empfänger in einem einzigen Modul. Es wandelt elektrische Signale in optische Signale und optische Signale in elektrische um, um eine effiziente Übertragung dieser Signale über Glasfaserkabel zu ermöglichen, z. B. von Server zu Server.

Der Sender wandelt das elektrische Eingangssignal in ein optisches Ausgangssignal einer Laserdiode oder einer LED-Lichtquelle um (das Licht wird über einen Steckverbinder an die Faser gekoppelt und in die Glasfaser eingekoppelt). Am gegenüberliegenden Ende wird das Licht aus der Faser zum Empfänger geführt, wo ein Detektor das Licht in ein elektrisches Signal umwandelt, das vom empfangenden Gerät ausgewertet werden kann.

 

Schema Sender Empfänger

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Was befindet sich in einem optischen Modul?

Ein Glasfaser-Transceiver besteht aus Sender, Empfänger, optischen Komponenten und einem integrierten Schaltkreis. Als Herz des optischen Moduls kann der Chip betrachtet werden.

 

Hauptkomponenten eines SFP Moduls  Innenaufbau eines SFP Moduls

 

Mit dem wachsenden Interesse an Siliziumphotonik in Transceiver-Baugruppen werden Laser zunehmend auf Siliziumbasis aufgebaut, und integrierte Schaltkreise koppeln optische Komponenten mit Silizium. Dies deckt den Bedarf an schnelleren Verbindungen, etwa in Rechenzentren zwischen Racks und Servern, und vereinfacht gleichzeitig den Montageprozess deutlich. Zudem kann der Transceiver in noch kompakteren Abmessungen ausgeführt werden, was die Gesamtabmessungen von Servern reduziert, Rechenzentren verkleinert und effizienter macht – bei gleichzeitig hoher Portdichte. Darüber hinaus bedeuten kleinere Abmessungen einen geringeren Energieverbrauch und niedrigere Kosten.

 

Chipset eines optischen Moduls

 

Kurze Geschichte des optischen Glasfaser-Moduls

Der Einsatz von Siliziumphotonik in optischen Transceivern zeigt den dynamischen Fortschritt der optischen Transceiver-Technologie, durch die immer kompaktere Bauformen und stetig steigende Datenraten erreicht werden, um dem wachsenden Datenverkehr durch die Entwicklung des Internets gerecht zu werden.

Die folgende Abbildung veranschaulicht in Kurzform die Entwicklung optischer Module in den letzten Jahren.

 

Entwicklung optischer Module Übersicht

 

Sendedioden in Multimode-Transceivern:

  • LED Light Emitting Diode
  • VCSEL Vertical Cavity Surface Emitting Laser

Sendedioden in Singlemode-Transceivern:

  • FP Fabry-Perot
  • DFB Distributed FeedBack
  • DML Directly Modulated Lasers
  • EML Electroabsorption Modulated Laser

Beispiel Sendediode 1Beispiel Sendediode 2

Beispiel Sendediode 3Beispiel Sendediode 4

Optische Module: Singlemode oder Multimode?

Wenn Sie entscheiden müssen, welches optische Modul Sie wählen – Singlemode oder Multimode –, sollten Sie vor allem drei Faktoren berücksichtigen:

  • Entfernung – Singlemode-Transceiver ermöglichen aufgrund der geringen Dämpfung und Dispersion die Datenübertragung über große Entfernungen. Sie werden häufig in MAN- und PON-Transportnetzen eingesetzt. Multimode-Transceiver haben eine deutlich kürzere Reichweite und werden in Rechenzentren und LANs verwendet.
  • Kosten – Multimode-Transceiver sind nahezu zwei- bis dreimal günstiger als Singlemode-Transceiver.
  • Geschwindigkeit – Singlemode-Transceiver unterstützen höhere Datenraten über größere Übertragungsdistanzen in Telekommunikationsanwendungen. In Datacom-Netzen arbeiten sowohl Singlemode- als auch Multimode-Transceiver mit Datenraten von 100 Gbps und mehr (z. B. 200 Gbps oder 400 Gbps).

Zusätzlich zu den genannten Aspekten sollten auch Portgeschwindigkeit, gewünschte Reichweite, Topologie der Verbindungen und Gesamtkosten berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass Singlemode- und Multimode-Transceiver nicht gegeneinander austauschbar sind – bedingt durch Unterschiede in der Laser-Wellenlänge, im Kerndurchmesser der Glasfaser sowie in den Spezifikationen für Datenrate und Reichweite.

 

OEM-Transceiver von Cisco oder HP vs. kompatible Module: Wer ist im Vorteil?

Am Markt sind optische Module erhältlich, die als OEM-Produkte von Originalgeräteherstellern wie Cisco oder HP geliefert oder produziert werden, sowie optische Module anderer Hersteller, etwa von LightOptics. Glasfaser-Transceiver, die beispielsweise von einem Anbieter wie Fibermarkt.com geliefert werden, verfügen über Spezifikationen, die denen der OEM-Hersteller entsprechen.

Die Qualität optischer Transceiver ist durch MSA (Multi-Source Agreement) normiert. Das bedeutet, dass sowohl OEM-Transceiver als auch Module anderer Hersteller nach denselben Standards gefertigt werden. Es besteht somit keinerlei grundlegender Unterschied zwischen OEM-Modulen und kompatiblen Modulen anderer Marken. Kompatible Transceiver von Drittherstellern können genauso funktionieren wie OEM-Transceiver.

Beim Preis zeigt eine einfache Suche nach SFP-Preisen in Google eine enorme Bandbreite. OEM-Hersteller erzielen hohe Margen mit optischen Transceivern und setzen daher meist deutlich höhere Preise für ihre Optiken an. Optische Module anderer Hersteller sind wesentlich günstiger als die Originale, sodass sich beträchtliche Einsparungen erzielen lassen – ein klarer Vorteil, insbesondere bei begrenztem Budget. Die so eingesparten Mittel können beispielsweise in einen zukünftigen Netzausbau investiert werden.

 

Mythos entkräftet: Verfällt die Garantie beim Einsatz kompatibler Transceiver?

Mythen rund um optische Transceiver

Die Antwort lautet: absolut nicht. Ist ein Switch defekt, sind die Anbieter verpflichtet, die zugesicherten Garantieleistungen gemäß geltendem Verbraucherschutzrecht zu erfüllen. Diese Vorschriften untersagen es dem Hersteller, die Garantieleistung ausschließlich mit der Begründung zu verweigern, dass nicht freigegebene Hardware verwendet wurde – es sei denn, es lässt sich nachweisen, dass gerade das kompatible optische Modul das Gerät beschädigt hat. Um einen reibungslosen Betrieb der Geräte sicherzustellen, sollten Sie zudem wissen, wie ein optischer Transceiver korrekt installiert und entfernt wird.

Mitunter versuchen Hersteller von Netzwerkausrüstung, ihre Umsätze mit eigenen optischen Modulen zu schützen, indem sie Garantieleistungen verweigern, wenn die Seriennummern der eingesetzten Transceiver nicht mit ihren Datensätzen übereinstimmen (also kompatible Module verwendet werden). Die von uns angebotenen LightOptics-Module sind qualitativ hochwertige, bewährte Transceiver mit hoher Kompatibilität zu Netzwerkgeräten anderer Hersteller.